MEDIKAMENTE, WIRKSTOFFE

Wenn Sport und Ernährung alleine nicht den gewünschten Erfolg bringen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

Wenn trotz gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung ein sehr hoher Cholesterinspiegel festgestellt wird, kann unter ärztlicher Aufsicht eine medikamentöse Therapie begonnen werden. Je nach Höhe der Werte bzw. Gefährdung der Betroffenen, können folgende Therapieansätze angewendet werden:

Die Basis: cholesterinsenkende Tabletten

Die Palette von Tabletten mit cholesterinsenkenden Wirkstoffen ist heutzutage sehr groß. Der behandelnde Arzt kann daher eine medikamentöse Therapie vorschlagen, die am besten für die jeweiligen Patientinnen und Patienten geeignet ist.

Statine und Bempedoinsäure hemmen die körpereigene Produktion von Cholesterin. Sie blockieren jeweils ein Enzym im menschlichen Körper, das Cholesterin herstellt. Ist das jeweilige Enzym blockiert, entsteht weniger Cholesterin in den Zellen, was zur Folge hat, dass diese eine Art Cholesterinmangel entwickeln. Sie nehmen dadurch mehr LDL-Cholesterin aus dem Blut auf und der LDL-Cholesterin-Wert im Blut sinkt.

Ezetimib hemmt die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung. Der Wirkstoff vermindert die Aufnahme von Cholesterin aus dem Darm.

Die Ergänzung: Injektionen

Wenn cholesterinsenkende Tabletten nicht ausreichen, um Cholesterinwerte auf das gewünschte Niveau zu senken, dann kann der Arzt oder die Ärztin zusätzlich eine Therapie mit sogenannten PCSK9-Hemmern in Form von Injektionen empfehlen.

PCSK9-Hemmer sind Medikamente, die hohes LDL-Cholesterin deutlich senken können. Sie nutzen dabei die Fähigkeit der Leber, das “schlechte” LDL-Cholesterin aus dem Blut zu entfernen.